Die Konjunkturzyklen und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft

In der Wirtschaft läuft nicht immer alles gradlinig, was auch mehr als langweilig sein dürfte. Die Wirtschaft ist bestimmten Schwankungen ausgesetzt, die je nach ihrer Art, entweder nur einzelne Wirtschaftssektoren oder sogar die ganze Wirtschaft betreffen kann.

Die drei Arten der Wirtschaftsschwankung

Die Hauptgründe für diese Schwankungen sind zu einem die Veränderungen der Nachfrage / des Angebotes, verschiedene Maßnahmen des Staates sowie die Veränderung des Außenhandels.

Man unterscheidet dabei drei verschiedenen Arten der Wirtschaftsschwankungen:

  • Konjunkturelle Schwankungen
    können mehrere Jahre andauern und kehren periodisch wieder. Die konjunkturellen Schwankungen können nicht vorhergesehen werden und betreffen die gesamte Wirtschaft. Erkannt werden kann sie durch den Indikator Auftragseingang.
  • Saisonale Schwankungen
    sind vorhersehbar und die Unternehmen können sich darauf einstellen. Betroffen sind nur wenige Wirtschaftszweige und kommen durch die jahreszeitliche Nachfrageveränderung (Speiseeis im Sommer, Snowboard im Winter) zu Stande.
  • Strukturelle Schwankungen
    können durch tief greifende Nachfrageveränderungen zu
    schweren Strukturkrisen führen. Sie bedürfen einer langen Phase der Anpassung. Die Dauer der strukturellen Schwankungen können sich über einen längeren Zeitraum erstrecken und können sogar zu Auflösungen von mehrerer Betriebe der betroffenen Branchen führen.
  • Der Trend
    Im Gegensatz zu den drei Zeitreihen mit periodisch wieder kehrenden Schwankungen handelt es sich beim Trend um eine langfristige Bewegung in eine bestimmte Richtung, um die Grundrichtung der Entwicklung. Errechnet wird dieser mit verschiedenen Größen einer Volkswirtschaft (Produktion, Volkseinkommen).

Was ist der Konjunkturzyklus?

Der Konjunkturzyklus unterteilt sich in vier Phasen, die theoretisch in gleicher Reihenfolgen auftreten können. Sie umlaufen, wie ein Zyklus, um den Trend herum.

Der Konunkturzyklus

I. Hochkonjunktur (Boom) zeichnet sich durch eine hohe Nachfrage an Gütern, Arbeitskräften, Maschinen und Rohstoffen aus. Die Preise der Güter sowie der der Löhne und Gehälter steigen, die Produktionsstätten sind voll ausgelastet.

II. Rezession (Abschwung) die Nachfrage sinkt allmählich, beginn von Kürzung der Arbeitszeiten und Abbau der Überstunden. Produktionsanlagen werden teilweise oder ganz still gelegt, überfüllte Lager führen zu Preisstürze am Markt.

III. Depression (Tiefstand) die Rezession führt zur Depression oder auch Tiefstand genannt. Die Betriebe fahren weiter ihre Produktionskapazitäten runter oder legen diese total still, damit verbunden ist eine weitere Steigerung der Arbeitslosigkeit. Neben dem niedrigen Preis-Lohnniveau ist ein weit verbreiteter Pessimismus spürbar.

IV. Aufschwung (Expansion) aber nach der Depression folgt die Expansion. Die Wirtschaft schaut wieder optimistisch auf das Geschehen und sie ist eher wieder bereit zu investieren, die Nachfrage nach Gütern, Rohstoffen usw. steigt wieder kontinuierlich nach oben, die Arbeitslosenquote sinkt wieder, aber das Lohn-Preis Niveau steigt.