Die Erfolgskonten

Die Erfolgskonten sind Unterkonten des Passivkontos Eigenkapital. Theoretisch wären die Buchungen der Geschäftsvorfälle direkt im Eigenkapitalkonto möglich, aber würde dadurch die Übersicht mehr als leiden. Deshalb richtet man für jeden Aufwand und Ertrag eine eigene Abrechnungsstelle ein.

Nützliche Downloads: T-Kontenblätter für den Buchführungsunterricht
In diesem E-Book sind Vorlagen für die Buchungssätze und 12 T-Konten für den Buchführungsunterricht enthalten.

Buchen auf den Erfolgskonten

Das Eigenkapitalkonto nimmt seine Mehrungen auf der Habenseite auf und seine Minderungen auf der Sollseite; da Unterkonten immer die Eigenschaften des Mutterkontos vererbt kriegen, gilt für die Aufwandskonten: Bestandsmehrungen werden im Soll gebucht und Minderungen im Haben.

Bei den Ertragskonten fasst die Bestandsmehrungen, die Habenseite und die Ertragsminderungen die Sollseite. Ein Mehrung eines Aufwandes bedeutet schließlich auf dem Eigenkapitalkonto eine Minderung des Eigenkapitals (zum Beispiel: Einkauf von Handelswaren) werden diese aber wieder verkauft, so handelt es sich um eine Mehrung des Eigenkapitals und muss im Haben, des Ertragskontos Umsatzerlöse für Waren, gebucht werden.

Diese Konten haben keine Anfangsbestände, da sie nur die fortlaufenden Geschäftsvorfälle aufnehmen.

Abschluss der Erfolgskonten auf dem GuV-Konto

Abgeschlossen werden die Erfolgskonten auf dem Gewinn-und Verlustkonto (GuV). Dieses Abschlusskonto erfasst die Aufwendungen auf der Sollseite und die Erträge auf der Habenseite. Nach dem alle Erfolgskonten abgeschlossen worden sind, wird das GuV-Konto, auf das Eigenkapitalkonto, abgeschlossen.

Auf der linken Seite des GuV-Kontos sind alle Aufwendungen und auf der rechten Seite alle Erträge erfasst. Sind auf dem Gewinn- und Verlustkonto die Erträge höher als die Aufwendungen, so handelt es sich um einen Gewinn. In umgekehrter Reihenfolge um einen Verlust. Als erstes prüft man welche Seite die niedrigere Summe aufweist, diese wird dann mit der Differenz (Saldo) ausgeglichen und danach auf das Eigenkapitalkonto übertragen.

Ist die Sollseite größer als die Habenseite, so handelt es sich um einen Verlust und der abschließende Buchungssatz lautet:

Eigenkapitalkonto an GuV.

Was natürlich für ein Unternehmen erfreulicher ist, wenn die Habenseite eine höhere Summe aufweist als die Sollseite. Dieses bedeutet nämlich einen Gewinn für das Unternehmen und der abschließende Buchungssatz lautet:

GuV an Eigenkapitalkonto.

Weitere Einzelheiten zu den Abschlussbuchungen auf den Erfolgs- und Bestandskonten finden Sie in dem seperaten Artikel "Die Abschlussbuchungen auf den Bestands- und Erfolgskonten".