Der Buchungssatz
Ein Buchungssatz ist die schematisierte Darstellung eines Geschäftsvorfalles. Er enthält an erster Stelle das Konto mit der Soll-Buchung danach folgt das Konto mit der Buchung auf der Habenseite.
Fragen, die beim Zusammenstellen des Buchungssatzes helfen
Bevor man an das Buchen eines Geschäftsvorfalles gehen kann, sind einige Vorüberlegungen notwendig:
- Welche und wie viele Konten sind betroffen?
- Handelt es dabei um Aktivkonten oder um Passivkonten?
- Stehen die Konten im Soll oder im Haben?
Diese Überlegungen helfen einem beim zusammenstellen des Buchungssatzes.
Soll an Haben
Dem Prinzip der doppelten Buchführung folgend muss eine Veränderung im Soll auf dem einen Konto, eine Bestandsveränderung im Haben auf dem Gegenkonto folgen. Gebucht wird dabei immer Soll an Haben, egal ob es zwei oder mehr Konten sind.
Soll an Haben bedeutet, dass das Konto, bei dem der Buchwert im Soll steht, als erstes genannt wird, danach folgt das Wort "an" und das Konto mit der Buchung auf der Habenseite.
Sollkonto Betrag in Euro an Habenkonto Betrag in Euro
Der Geschäftsvorfall
Einkauf von Waren, beim Lieferer Zuverlässig, in Höhe von € 30.000,00 netto auf Ziel. Die Umsatzsteuer ist zu berücksichtigen (19%)
Fragen und Antworten
- Welche und wieviele Konten sind betroffen ?
Antwort: 3 Konten (Ware, Vorsteuer und Verb. a. LL) - Sind es Aktiv- oder Passivkonten?
Antwort: 2 Aktiv (Ware, Vorsteuer) und 1 Passiv (Verb. a. LL) - Stehen die Konten im Soll oder im Haben?
Antwort: Ware und Konto Vorsteuer im Soll (Bestandsmehrung) und Konto Verbindlichkeiten im Haben (auch Bestandsmehrung).
Der Buchungssatz
Die Aktivkonten "Ware" und "Vorsteuer" stehen im Soll und werden deshalb an den Anfang des Buchungssatzes gestellt und das Passivkonto "Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen" (Verb. a. LL) ans Ende.
Somit der lautet der Buchungssatz:
Ware € 30.000 an Verb a. LL € 35.700
Vorsteuer € 5.700
