Buchungen auf den verschiedenen Kontenarten

Wie wird auf einem Aktivkonto gebucht, wie auf einem Ertragskonto? Diese und andere Fragen zur Buchungssystematik sollen hier besprochen werden.

  1. Buchen auf Aktivkonten
  2. Buchen auf Passivkonten
  3. Buchen auf Ertragskonten
  4. Buchen auf Aufwandskonten

Buchen auf den Aktivkonten

Die Aktivkonten sind Bestandskonten und für jeden Aktivposten wird ein eigenes Konto eingerichtet. Der Anfangsbestand wird aus dem Eröffnungsbilanzkonto (EBK) entnommen und steht auf der Soll-Seite der Aktivkonten (Buchungssatz: Aktivkonten an EBK).

Im Soll wird außer dem Anfangsbestand noch die (Bestands-)Mehrungen gebucht; im Haben stehen die Minderungen und der Endbestand. Abgeschlossen werden die Aktivkonten auf dem Schlussbilanzkonto (SBK). Der abschließende Buchungssatz für Aktivkonten lautet immer: SBK an Aktivkonten.

Buchen auf den Passivkonten

Die Passivkonten sind Bestandskonten und für jeden Passivposten wird ein eigenes Konto eingerichtet. Der Anfangsbestand wird aus dem Eröffnungsbilanzkonto (EBK) entnommen und steht auf der Haben-Seite der Passivkonten (Buchungssatz: EBK an Passivkonten).

Im Haben wird außer dem Anfangsbestand noch die Mehrungen gebucht; im Soll stehen die Minderungen und der Endbestand. Abgeschlossen werden die Passivkonten auf dem Schlussbilanzkonto (SBK). Der abschließende Buchungssatz für Passivkonten lautet immer: Passivkonten an SBK.

Buchen auf den Ertragskonten

Ertragskonten sind Unterkonten des Passivkontos "Eigenkapital". Unterkonten bekommen die Eigenschaften des Mutterkontos "vererbt", demzufolge nehmen die Ertragskonten ihre Mehrungen Haben auf und ihre Minderungen im Soll (siehe Passivkonten). Abgeschlossen werden die Ertragskonten auf dem Gewinn- und Verlustkonto (Buchungssatz: Ertragskonten an GuV). Das GuV-Konto wiederum wird auf dem Eigenkapitalkonto abgeschlossen.

Der Buchungssatz bei einem Gewinn (Erträge > Aufwendungen) lautet immer:

  • GuV an Eigenkapital

und bei einem Verlust (Aufwendungen > Erträge):

  • Eigenkapital an GuV.

Typische Ertragskonten sind: Umsatzerlöse für Waren, Zinserträge und Mieterträge.

Buchen auf den Aufwandskonten

Aufwandskonten sind Unterkonten des Passivkontos "Eigenkapital". Unterkonten bekommen die Eigenschaften des Mutterkontos "vererbt", demzufolge nehmen die Aufwandskonten ihre Mehrungen im Soll auf und ihre Minderungen im Haben (siehe Passivkonten). Abgeschlossen werden die Aufwandskonten auf dem Gewinn- und Verlustkonto (Buchungssatz: GuV an Aufwandskonten). Das GuV-Konto wiederum wird auf dem Eigenkapitalkonto abgeschlossen.

Der Buchungssatz bei einem Gewinn (Erträge > Aufwendungen) lautet immer:

  • GuV an Eigenkapital

und bei einem Verlust (Aufwendungen > Erträge):

  • Eigenkapital an GuV.

Typische Aufwandskonten sind: Aufwendungen für Waren, Löhne, Gehälter und Abschreibungen auf Sachanlagen.